Ferd’l & Rosalie

Auf der Suche nach einem Namen für unseren Perlwein/Frizzante begaben wir uns auf die lange Reise zurück ins Jahr 1860, als Ferdinand Karner – genannt Ferd`l – geboren wurde.

Die Geschichten über Ferd`l, Ur-Uropa von Julius jun., erheitern noch heute so manch lustigen Abend, da er ein richtiger Tausendsassa war.

Er lebte von 1860 – 1942, er war ein kleiner, aber äußerst energischer Mann. Von seiner sozialen Veranlagung sprechen wir noch heute, da er den Wein (es wurde überliefert, das es sich um 3000 Liter Vollwein/Jahr gehandelt hat) sowie das Wild aus der Jagd an all seine Freunde und Verwandte verschenkt hat, so, dass er selber nicht mehr ausreichend zu essen und trinken hatte.

Große Willenskraft und Wagemut (oder Übermut?) zeichneten ihn aus. Als er die Vorspannpferde der Feuerwehrspritze beim Fahren ritt, sprang er im Galopp von einem Pferd auf das andere. Einmal wettete er, dass er einen Liter Wein austrinken könne, selbst wenn dieser heiß serviert werde. Er trank den Wein ohne Kehlkopfbewegung aus. Solche Geschichten gibt es viele, die Familienchronik zu lesen, macht auf Ferd`ls Seiten am meisten Spass. Einige können wir hier gar nicht veröffentlichen, sie würden die Jugendfreigabe nicht bestehen.

So gerne trank er den Wein, dass er noch 10 Minuten vor seinem Tod ein Achterl verlangte. Nachdem er getrunken hatte, legte er sich zurück und starb, das war am 5. Juni 1942 um 7 Uhr früh.

Warum wir einen Schirm auf das Etikett gedruckt haben? Diese Geschichte lässt uns immer wieder schmunzeln: Er war zwar ein kleiner Mann, aber dafür umso mehr OHO. Wenn seine Frau mit ihm nicht einer Meinung war und gezankt wurde, nahm er den Regenschirm aus dem Schirmständer, ging damit auf die Strasse, spannte den Schirm auf, selbst bei Sonnenschein. Wenn ihn die Leute auf der Straße darauf ansprachen, warum er bei Sonnenschein einen Regenschirm benutze, meinte er nur lachend: „Bei uns im Haus geht ein Donnerwetter nieder“. So kam es, dass durch einen angedeuteten Griff zum Schirm sofort wieder Frieden im Haus herrschte ;).

So kam es zur Namensgebung für unseren Perlwein, er soll die Freude am Genießen, sowie die Begeisterung und den Spaß am Leben widerspiegeln.

Ferd´l hatte 10 Kinder mit seiner Frau, das jüngste Kind hieß Rosalie – die Namensgeberin unseres Rosé-Frizzante.