Rebstöcke „epilieren“

Zur Zeit wird eine sehr wichtige Arbeit durchgeführt, das „abputzen“.
Die Wassertriebe am Stamm werden entfernt, damit die gesamte Energie des Stockes in den oberen Bereich wandern kann. Zuerst wird maschinell mit dem Abputzer, ein Gerät mit vielen Bändern, das die Triebe von den Stämmen schleudert, vorgearbeitet. Danach gehen Iris und Sieglinde nach und entfernen den Rest, der übrig bleibt. Eine „Haarentfernung“ sozusagen.

Die Junganlagen werden manuell abgeputzt, da die Stämme für die Maschine noch zu sensibel sind.

Besuch von nah und fern …

Immer wieder bekommen wir Besuch im Weingarten,z.B. ein Storch, manchmal mit seiner ganzen Familie, wenn Julius mit dem Traktor Bodenbearbeitung macht.
Die Störche laufen hinter dem Traktor her und picken die Würmer und andere Leckereien aus dem Boden. Sozusagen eine fahrbare Wurmmaschine für den Storch. Natürlich folgen auch Möwen und andere Vögel der „Wurmmaschine“. Die Störche haben sich bereits so an die Menschen gewöhnt, dass sie genau zu wissen glauben, dass wir auf sie aufpassen. Der Storch stapft ruhig und gelassen durch die Reihe, im guten Glauben, dass er nicht über den Haufen gefahren wird und Julius muss einige Zeit warten, bis er wieder freie Fahrt hat.

Auch Hasen und Rehe besuchen uns, meistens wenn wir zu Fuß unterwegs sind, denn der Traktor ist ihnen zu laut. Fotos gibts von diesen scheuen Tieren keine, da der Zoom des Handys nicht ausreicht. Die Fasane hören wir die meiste Zeit nur rufen, manchmal lässt sich aber auch einer blicken, wie hier am Wolfsbach, der dürfte seine Gefährtin gesucht haben, denn er ist 15 Mal hin und her gelaufen.

Auch Landseer gibts ab und zu mal im Weingarten, wie hier bei den Sauvignon Blanc, wo Pinot beim „abputzen“ geholfen hat.

Und natürlich keucht und fleucht es vor Spinnen und Insekten, ein besonders tolles Exemplar ist diese neongelbe Spinne, immer wieder interessant, was die Natur so hervorbringt.

Auspflanzt is` Teil 2

Letzte Woche haben wir die Pfähler in die Junganlage eingesetzt, eine Arbeit, die wir machen, wenn die Reben noch nicht austreiben, um diese so gut es geht vor Beschädigungen zu schützen. Zuerst haben Julius und Sieglinde die Pfähler mit dem Traktor ausgeteilt, Iris hat die Stellen markiert, wo der Pfahl gesetzt wird.

Mit dem Bagger wurden die Pfähler in den Boden gedrückt, eine weitaus schnellere Vorgehensweise, als diese per Hand zu setzen. Da schmeckte das Achterl nach getaner Arbeit hervorragend 🙂

Gestern wurde der Kordondraht ausgebracht und an den Pfählern angenagelt, daher konnten wir die Pflanzstäbe bereits ausbringen.

Jetzt müssen die Stäbe noch befestigt, das 2. Drahtpaar ausgebracht und angenagelt werden, dann können die Jungpflanzen zu Wachsen beginnen.